Internationales Netzwerkmanagement-Zentrum

Deutsche Telekom AG, Deutschland

VIN: Visualisierung und interaktive Umgebung für das Internationale Netzwerk Management der Deutsche Telekom AG in Frankfurt/Main

Bild DTAG INMC
Foto: q~bus Mediatektur GmbH

q~bus Mediatektur GmbH entwarf und implementierte VIN, ein Systemdesign, welches es ermöglicht, eine große und erweiterbare Anzeigenfläche derart zu nutzen, daß die vorwiegend heterogenen Anwendungsprogramme der DTAG und ihre verschiedenen Sichten auf die Netzwerk-Infrastruktur in einem einzigen Kontext angezeigt werden können.

Zum jetzigen Zeitpunkt, in der zweiten Stufe, umfaßt die Anzeigewand 96 Bildschirme, jeder mit einer Auflösung von 800 × 600 Pixel. Die Bildschirme sind in einem Raster von 16 × 6 angeordnet. Dies ergibt eine Gesamtauflösung von 12.800 × 3.600 oder ungefähr 46 Millionen Pixel.

Jede Gruppe von 8 Bildschirmen wird gesteuert von einer von 12 Pipes eines SGI Onyx 2 Reality Monster Computers. Auf der Onyx wird das X-Software-Produkt XmetaX eingesetzt, um die Ausgabe der 12 Pipes zu einer riesigen zusammenhängenden Anzeigewand zu kombinieren.

Die Anzeigewand gibt ebenfalls Kopien der Benutzersitzungen mehrerer Workstations wieder. So kann der gesamte Bildschirminhalt einer Workstation, die für Netzwerksteuerung und -management benutzt wird, dynamisch an der Wand angezeigt werden, ohne ihre Funktionalität zu stören oder einzuschränken.

So wird die Anzeigewand zur visuellen Kommunikation von den im selben Raum aber an unterschiedlichen Plätzen arbeitenden Operatoren benutzt, denen die direkte Kommunikation über ihre Arbeit nicht möglich ist.

Jede Benutzersitzung wird mittels XmetaX mit der Option Pose aufgezeichnet und von XposeXplay skaliert und angezeigt.

q~bus Mediatektur GmbH entwickelte auch eine Benutzungsoberfläche zur Kontrolle des gesamtes Systems. Es besteht aus drei Teilen:

Werkzeuge: Jede Bedien-Workstation, die ein bestimmtes Netzwerksteuerungs- oder -management-Programm ausführt, wird durch eine von 14 Schaltflächen repräsentiert. Die Ausgabe des Programms (der aktuelle Status des Netzwerks, eine problematische Bedingung oder ein Alarm) kann von allen Personen im Kontrollraum an der Wand gesehen werden. Jede Workstation kann in unterschiedlichen Dimensionen angezeigt werden. Das Lookup-Werkzeug macht eine kopierte Sitzung an der Wand sichtbar oder läßt sie sogar aufblitzen.

Internet/Intranet: Bis zu fünf Internet-Browser werden kontrolliert. Für jeden Browser werden Größe und Position sowie die adressierte URL gespeichert.

Funktionen: Positionen und Dimensionen von kopierten Sitzungen und Browsern können gemeinsam gespeichert und abgerufen werden, etwa als unterschiedliche Szenarios für Tag- und Nachtschicht. Eine beliebige Anzahl von Hintergrundbildern kann auf der gesamten Fläche der Anzeigewand angezeigt werden. Außerdem kann ein Fenster mit Video- oder TV-Inhalten geöffnet werden, optional mit Stereoeffekt in Abhängigkeit von der Fensterposition. Zu guter Letzt kann die Anordnung der Steuerungsoberfläche selbst bestimmt werden.

Deutsche Telekom AG q~bus Mediatektur GmbH

Guido Matzer
  +49 30 390489-112

Unser Beitrag: XmetaX und XposeXplay

Das INMC-Projekt war für die Entwickler der X-Software eine große Herausforderung.

Die riesigen Abmessungen der Wand sind nicht problematisch, da sowohl das X Window System als auch alle unsere X Window Proxys Dimensionen bis zu 65.535 × 65.535 Pixel unterstützen. Eine konfigurierbare Anpassung des XmetaX-Proxy half, den Speicherbedarf des X Window Servers bei der Anzeige großer Hintergrundbilder zu minimieren.

Spiegeln ist eine weitere Basisfunktionalität des XmetaX-Proxy. Er bildet virtuelle Anzeigenflächen beliebig auf einen oder mehrere reale Bildschirme mehrerer X Window Server ab. Hier sind die realen Bildschirme der Schirm der Bedien-Workstation und die Anzeigewand (eigentlich der XmetaX-Proxy auf der Onyx). Aufgrund des einzigartigen Proxy-Prinzips verbinden sich die Anwendungen wie üblich mit dem X Window Server, ohne jegliche Modifikation. So wird das X Window System kombiniert mit XmetaX zur Integration der sehr heterogenen Anwendungen der DTAG verwendet.

Ursprünglich hat jeder XmetaX-Proxy auf einer Bedien-Workstation jeden X Window Client zur Anzeigewand übertragen, wo allerdings die Anzahl aller Clients eine interne Begrenzung des X Window Systems übertraf. Dagegen zählt das Wiedergabeprogramm von XposeXplay nur als ein Client, gleichgültig wieviele Clients kopiert werden. Nach vielversprechenden ersten Versuchen mit einer XmetaX/XposeXplay-Kombination erweiterten wir die Pose-Produkte um einen effizienten direkten Kopier-Pfad, der jetzt vom INMC verwendet wird.

Diese Systemarchitektur skaliert sehr gut mit der Anzahl der Bedien-Workstations.

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2010-05-06 14:08:42 +0200