Screen

Die Anweisung

screen Name

vereinbart einen Screen, wobei der Name frei gewählt werden kann.

Ein Bildschirm wird vom XposeXrecord-Proxy vollständig kontrolliert, ebenso alle anderen Bildschirme des X Window Servers. Außerdem dürfen sich X Window Clients nur durch den Proxy anschließen. Dieser übernimmt also die volle Kontrolle über den X Window Server.

Werden keine Screens angegeben, versucht das xposexrecord-Programm, den Screen mit der Display-Bezeichnung :1.0 zu kontrollieren. Alle Screens müssen zu einem einzigen X Window Server gehören (das verwandte Produkt XmetaX hebt diese Beschränkung auf). Sollen zwei oder mehrere Screens kontrolliert werden, sind sie explizit zu konfigurieren.

Die screen-Anweisung leitet Sub-Anweisungen ein, die weitere Eigenschaften des Screens bestimmen.

Mit der Sub-Anweisung

    display Display-Bezeichnung

wird das Display angegeben, auf dem der Screen angezeigt werden soll. Das Format der Display-Bezeichnung ist wie bei X11 üblich:

[Protokoll/][Rechnername]:Display-Nummer[.Screen-Nummer]

Wenn kein Protokoll angegeben wird, wählt der XposeXrecord-Proxy den schnellsten verfügbaren Transportmechanismus. Voreingestellt ist der Name des Screens.

Gemeinsame Ressourcen und Eigenschaften

Die Sub-Anweisung

    visuals
{[+|-][Klasse][:[Tiefe]
[:[Anzahl_der_signifikanten_Bits]
[:[Layer][:[Transparenztyp][:[Transparenzwert]
[:[singleBuffered|doubleBuffered|singleOnDoubleBuffered]
]]]]]]}...

wird nur in Sonderfällen benötigt (Gemeinsame Ressourcen und Eigenschaften). Sie bestimmt für jeden Screen eine Liste (Listen) von Visuals, die den X Window Clients angeboten werden sollen.

Die Sub-Anweisung enthält eine oder mehrere Visual-Spezifikationen. Ist eine Spezifikation nicht voll qualifiziert (eines oder mehrere der Felder zwischen den Doppelpunkten : sind leer), steht die Spezifikation unter Umständen für mehrere Visuals. Die einzelnen Felder bestimmen in dieser Reihenfolge:

die Klasse des Visuals: StaticGray, GrayScale, StaticColor, PseudoColor, TrueColor oder DirectColor;

die Farbtiefe;

die Anzahl der Bits, die zur Farbcodierung verwendet werden;

die Nummer des Layers, für den das Visual gilt;

die Art der Transparenz eines Overlay-Visuals;

einen Wert, dessen Bedeutung von der Art der Transparenz abhängt;

die Anzahl der mit jedem Fenster assoziierten Zeichenflächen:

Bei einem singleBuffered Visual wird stets direkt in das Fenster gezeichnet;

Bei einem doubleBuffered Visual wird abwechselnd in einen von zwei Buffer gezeichnet, von denen einer tatsächlich angezeigt wird;

Mit singleOnDoubleBuffered simuliert der XmetaX-Proxy ein single-buffered Visual auf einem double-buffered Visual.

Die Felder, die Layer und Transparenz bestimmen, werden nur berücksichtigt, wenn der X Window Server der SERVER_OVERLAY_VISUALS-Konvention folgt.

Die Sub-Anweisung

    defaultVisual
[Klasse][:[Tiefe]
[:[Anzahl_der_signifikanten_Bits]
[:[Layer][:[Transparenztyp][:[Transparenzwert]
[:[singleBuffered|doubleBuffered|singleOnDoubleBuffered]
]]]]]]

spezifiziert das Default Visual und damit das voreingestellte Farbmodell des Screens.

GLXplus

Die Sub-Anweisung

    glxPlus [on|off]

schaltet die GLXplus-Funktionalität zur OpenGL-Hardwarebeschleunigung ein oder aus (Voreinstellung) (Option GLXplus: GLX-Tunnel für OpenGL), und leitet Sub-Sub-Anweisungen ein, welche die Option weiter konfigurieren.

Die Sub-Sub-Anweisung

        libraryPath Dateiname[{:Dateiname}...]

spezifiziert, wie die OpenGL-Bücherei gefunden werden soll. Eine Bücherei kann durch einen voll qualifizierten Pfad zu einer Datei, einen voll qualifizierten Pfad in dem nach einer passenden Bücherei gesucht werden soll, oder eine Datei die im voreingestellten Bücherei-Suchpfad gesucht wird angegeben werden. Die zuerst gefundene und gültige Bücherei wird verwendet. Der voreingestellte Wert von GL sucht im Voreingestellten Bücherei-Suchpfad nach einer Datei, welche die Zeichenkette GL enthält.

X Window Clients die OpenGL verwenden müssen mit Hilfe des glxPlus-Skripts gestartet werden.

Vergrößerung der Abbilder des Mauszeigers eines Screens

Die Sub-Anweisung

    pointerZoom Faktor

definiert einen ganzzahligen Vergrößerungsfaktor, der auf alle Abbilder des Mauszeigers eines Screens angewandt wird. Der dabei verwendete Glättungsalgorithmus liefert mit Zweierpotenzen als Faktoren die besten Resultate. Die Voreinstellung des Faktors beträgt 1. Manche X Window Server schneiden zu große Cursorbilder ab oder stellen sie sogar falsch dar.

Emulation von Visuals

Die Option VisEmu (Optionen) emuliert PseudoColor Visuals der Tiefen 4 und 8 auf einem 24 Bit tiefen TrueColor Visual. Damit ist es möglich, X Window Clients, die für ältere Grafiksysteme geringerer Tiefen entwickelt wurden, auf moderner Hardware, die meistens nur die Tiefe 24 anbietet, darzustellen.

Die Sub-Anweisung

  emulateVisual {PseudoColor4|PseudoColor8|none}...

schaltet die Emulation eines bestimmten Visuals ein oder schaltet die Emulation vollständig ab (voreingestellt).

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